| Geschichte des Kaffees |
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Ein
Leben ohne den morgendlichen Kaffee oder das Kaffeekränzchen am Wochenende ist heute für die vielen Liebhaber der braunen Bohne kaum noch vorstellbar. Aber wie kam es eigentlich dazu? |
| Anfänge |
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Über die Entdeckung
des Kaffees streiten sich die Gelehrten. Sicher ist aber, dass die Heimat des Kaffeestrauchs in Äthiopien liegt. Von dort gelangte die Pflanze zunächst in den Jemen und erreichte im 15. Jahrhundert Mekka, von wo sich die Nachricht des "wunderbaren Stärkungsmittels" schließlich im gesamten islamischen Reich und später auch im westlichen Europa verbreitete. 1624 erreicht die erste große Kaffeeladung Venedig. Die Stadt entwickelt sich alsbald zum ersten europäischen Handelsplatz für Kaffee. Schon wenig später blüht der Kaffeehandel auch in anderen großen Hafenstädten von London über Amsterdam und Marseille bis Bremen und Hamburg. |
| Kaffeehäuser schießen aus dem Boden |
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1645 eröffnet der
erste Kaffeeausschank in Venedig. 1652 in London, wo es im Jahre 1700 schon an die 3000 Kaffeehäuser gegeben haben soll und 1672 in Paris. 1673: das erste Kaffeehaus Deutschlands eröffnet in Bremen, das durch seinen Hafen zum Kaffeeumschlagplatz geworden war. Vier Jahre später1677 auch in Hamburg. |
| Kaffeeanbau weitet sich aus |
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Obwohl Türken und
Araber, die den Kaffee als Erste anbauten, die Pflanze wie ein Staatsgeheimnis hüteten, gelingt es schließlich den Niederländern in ihren Besitz zu kommen. |
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1658 beginnen sie
mit dem Kaffeeanbau auf Ceylon, 1699 bauen sie Java zur ersten großen Kaffee-Insel aus. Es folgen Indien und das holländische Guayana. Ab 1718 wächst holländischer Kaffee auch in Südamerika, und zwar in Guana, dem heutigen Surinam. Von dort gelingt es 1727 einem portugiesischen Diplomaten, Kaffeesetzlinge in einem Blumenstrauß versteckt nach Brasilien zu schmuggeln, was als Geburtsstunde Brasiliens als dem heute größtem Kaffeeproduzenten der Erde gilt. Um 1800 sind schließlich die wesentlichen Anbaugebiete erschlossen |
| Bis 1850 wird Kaffee Volksgetränk |
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Lange Zeit galt
Kaffee als Luxusgetränk. Ein Grund dafür war, dass bis weit ins 18. Jahrhundert hinein der Kaffeegenuss in vielen Ländern verboten war. In Preußen versuchte beispielsweise Friedrich II. den Kaffeekonsum durch drastische Steuern zu verhindern, da er Sorge hatte, durch Kaffee - Importe die Kriegskassen seiner Gegner zu füllen. Doch es half alles nichts. Spätestens mit dem Tod Friedrichs II. entwickelt sich Kaffee in Deutschland bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts immer mehr zum Volksgetränk. Die Reichen tranken ihn zum Genuss, die Armen in Form von Kaffeesuppe gegen den Hunger. |
| Die Kaffee-Industrie entwickelt sich |
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Im Verlauf des 19.
Jahrhunderts wird der Kaffeehandel immer weiter spezialisiert. |